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Venenerkrankung


"offenes Bein"

Venenerkrankungen – speziell Krampfadern oder Varizen genannt - gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern. Bisher galten die Crossektomie und das Stripping der krankhaft veränderten Venenabschnitte bei der Behandlung der Stammvarikose (Krampfadern der oberflächlichen Hauptvenen) als Methode der Wahl.

In den letzten Jahren haben neue endovasculäre (endovenöse) Verfahren (Katheterverfahren) mittels Radiofrequenz (Venefit – VNUS Closure Fast), Laser oder Microschaumverödung (ClariVein) immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Neu: Seit 01.01.2016 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) entschieden, die endovenöse Thermoablation durch alle Grundversicherungen zu übernehmen.

Vorteile dieser Methode:
- keine Narkose
- kein Spitalaufenthalt
- minimale Arbeitsunfähigkeit
- ambulanter Eingriff
- nahezu narbenfrei

Krampfadern

(Varizen, Varikosis) – Symptome, Untersuchung, Behandlungmehr ...
Krampfadern Symptome
Symptome
  • Müde, schwere Beine
  • Schwellungsneigung
  • Gelegentlich Schmerzen
  • Sichtbare hervorstehende Venen
  • Juckreiz
  • Hautveränderungen
  • Verfärbungen
  • Verhärtungen

Ultraschalluntersuchung
Diagnostik / Untersuchung
  • klinische Untersuchung durch den Arzt
  • Ultraschalluntersuchung
       (Farbcodierte Duplexsonografie)
  • Bei konkreten Fragestellungen Phlebografie

Behandlung

Endovasculäre (endovenöse) Verfahren – Radiofrequenzverfahren (Venefit – VNUS Closure Fast, Laser, ClariVein) dabei wird die Stammvene mittels einem Katheter verschlossen, der nur über eine kleine Punktion in die Vene eingeführt wird. Bei der Radiofrequenz und Laserbehandlung erfolgt der Eingriff in örtlicher Betäubung, die Patienten können unmittelbar nach dieser Behandlung die Praxis wieder verlassen,es entstehen keine grösseren Narben. Die Kompressionsstrümpfe sollten eine Woche danach getragen werden.

Crossektomie
Herkömmliche Operation mit Crossektomie (Schnitt in der Leiste und/oder Kniekehle) und Stripping der Stammvene. Diese Operation wird in Narkose im Operationssaal durchgeführt und ist meist mit einem stationären Spitalaufenthalt verbunden. Die Kompressionsstrümpfe sollten mindestens eine Woche danach getragen werden.

Ultraschallgestützte Schaumsklerosierung – häufig bilden sich Jahre nach Krampfaderoperationen erneut Krampfadern aus, die das sogenannte Rezidiv darstellen – diese neu gebildeten Krampfadern müssen nur noch selten mit einer Operation behandelt werden. Mit der Schaumsklerosierung wird ein Mikroschaum über eine winzige Nadel unter Ultraschallkontrolle in die neu sichtbaren Venen gespritzt. Anschliessend können die Patienten mit Kompressionsstrumpf für wenige Tage wieder ihrer üblichen Alltagstätigkeit nachgehen. Der Schaum führt zu einer Schädigung der Venenwände, diese verkleben und werden dann schrittweise vom Körper resorbiert. Diese Methode erfordert keinerlei Betäubung.

Phlebektomie
Die Häkchenmethode oder auch Seitenastexstirpation oder Phlebektomie genannt, ist eine Methode zur Behandlung grösserer Venenäste. Diese Behandlung erfolgt in Lokalanaesthesie und wird ebenfalls meist ambulant durchgeführt. Auch hier ist der Kompressionsstrumpf nur wenige Tage erforderlich. Körperliche Einschränkungen gibt es nicht.
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Rezidivvarizen

(erneut aufgetretene Krampfadern)mehr ...
Rezidivvarizen Patienten, die bereits vor Jahren eine Krampfaderoperation hatten und bei denen danach erneut Krampfadern aufgetreten sind, leiden an Rezidivvarizen.

Früher wurden diese Befunde erneut operiert, manchmal 3 oder 4 mal. Heutzutage sind derartige Wiederholungsoperationen nur noch selten erforderlich. Es stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, die eine Behandlung der Rezidivvarikosis ohne Operation erlauben.

Beispielsweise die Kombinaltion von ultraschallgestützter Schaumsklerosierung und der Häkchenmethode. Das lebenslange Tragen von Kompressionsstrümpfen ist keine Methode, um erneute Krampfaderbildung zu verhindern.

Die Kompression hat lediglich den Sinn, eine krampfaderbedingte Beinschwellung (Phlebödem) zu reduzieren und im tiefen Venensystem eine Flussbeschleunigung und damit Thromboseprophylaxe zu bewirken. ... weniger

Beckenveneninsuffizienz

(Krampfadern im Unterbauch und Genitalbereich)mehr ...
Eine Erkrankung, die sehr häufig bei Frauen auftritt und im Zusammenhang mit der Schwangerschaft von Bedeutung ist.

Die Patientinnen geben oft Krampfadern im Vaginalbereich an, die nach der Entbindung jedoch weitestgehend wieder verschwinden. Es bleibt ein Druckgefühl beim langen Stehen und häufig ein dumpfer Schmerz beim Geschlechtsverkehr, ebenso atypische, schmerzhafte Regelblutungen. Sichtbar sind die Krampfadern an der Innenseite der Oberschenkel, vereinzelt am Gesäss aber auch am Schambein und Intimbereich.

Die Ursache sind ausgeweitete Venen um die Organe des Unterbauches, aufgefüllt über die Beckenvenen und Vena ovarica (die Vene des Eierstocks).

Bei dieser Erkrankung wird oft die Meinung vertreten, dass es keine Bedeutung habe und man nichts machen könne – leider ist diese Auffassung nicht zutreffend. Mittels einer Phlebografie des Beckens (Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel oder auch im MRT ohne Strahlenbelastung) lassen sich die Beckenvenen gut darstellen.

Ist diese Erkrankung vorhanden, kann die Behandlung entweder minimal invasiv mit einem Katheter durch die Leiste oder mit einer Operation erfolgen.

Entscheidend für das weitere Vorgehen sind die Beschwerden und Symptome der Patienten. Die Diagnostik und Therapie der Beckenveneninsuffizienz erfolgt in enger Kooperation mit schweizweit anerkannten Spezialisten auf diesem Gebiet. Die Behandlung erfolgt sehr selten offen chirurgisch, meist jedoch mittels Kathetertechnik radiologisch ohne Operation unter ambulanten Bedingungen. ... weniger

Thrombose

(Verschluss von tiefen oder oberflächlichen Venen)mehr ...
tiefe Venenthrombose Unter Thrombose versteht man einen Verschluss einer Vene aufgrund eines Blutgerinnsels. Man unterscheidet die oberflächlichen und die tiefen Venenthrombosen, wobei die Oberflächlichen auch als Venenentzündung (Thrombophlebitis) allgemein bekannt sind.

Hierbei entstehen im Bereich einer Krampfader Verhärtungen mit Umgebungsrötung und Überwärmung sowie erheblichem örtlich begrenztem Druckschmerz.

Eine tiefe Venenthrombose ist wesentlich gefährlicher, sie ist der Verschluss einer tiefen Vene und führt nicht selten zu Embolien – Abschwemmung von Teilen des Blutgerinnsels in andere Körperregionen – am häufigsten in die Lunge. Diese tiefen Venenthrombosen können spontan auftreten, häufiger jedoch im Zusammenhang mit Operation oder Funktionseinschränkungen der Beine (z.B. Verletzungen, Knochenbrüche usw.). Die Patienten bemerken heftige Schmerzen und Schwellung der betroffenen Extremität. Ein sofortiger Arztbesuch ist erforderlich, um mittels Laboruntersuchung und Duplexsonografie die Thrombose bestätigen oder ausschliessen zu lassen. Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen ambulant mit einem Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung („Blutverdünnung“) und einem Kompressionsstrumpf.

Die Behandlungsdauer und das Behandlungskonzept müssen individuell festgelegt werden. ... weniger

Ulcus cruris

(Offenes Bein)mehr ...
Offenes Bein Das sogenannte „offene Bein“ ist eine Spätfolge von Krampfadern. Nach Schwellung der Unterschenkel kommt es zu Juckreiz, kleinsten Hautverletzungen, Eintritt von Bakterien und damit Ausbreitung der Infektion.

Es gibt heute Möglichkeiten, teilweise sogar ohne Operation, ein Unterschenkelgeschwür (Ulkus cruris) zum Abheilen zu bringen.

Voraussetzung ist eine sehr sorgfältige Untersuchung, die sowohl die Arterien und Venen als auch Haut- und genetische Aspekte berücksichtigt. Ist eine Ursache im Venensystem gefunden, erfolgt eine Komplexbehandlung, bestehend aus Entstauung des Beines mittels Lymphdrainage und Kompression, zusammen mit einer gezielten Wundbehandlung. Sobald saubere Wundverhältnisse vorliegen kann beispielsweise mit ultraschallgestützter Schaumsklerosierung oder den endovenösen Verfahren behandelt werden. Arterielle Geschwüre können ebenfalls durch Katheterbehandlung zum Abheilen gebracht werden. Am wichtigsten ist jedoch eine genaue Abklärung der Ursache. ... weniger

Wissenswertes & häufige Fragen (FAQ)

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