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Lipödem - Behandlung



Das Lipödem ist erst seit den 50er Jahren als Erkrankung anerkannt, bekannt ist es schon seit der Antike. Leider ist es aber heute noch nicht von allen als Erkrankung akzeptiert, sondern nur als Übergewicht bezeichnet.

Das Lipödem (Panniculopathia oedematicosclerotica) ist eine meist genetisch bedingte Fehlverteilung von Fett. Es manifestiert sich nahezu ausschliesslich bei Frauen in der Pubertät, Schwangerschaft oder Klimakterium. Hauptsächlich sind die Hüften und Oberschenkel in Form der sogenannten „Reiterhosen“ betroffen, aber auch die Unterschenkel und Oberarme können betroffen sein.

Gleich welche Körperregion betroffen ist, ruft das Lipödem eine optisch sichtbare und mit zunehmender Dauer der Erkrankung, eine gesundheitsbeeinträchtigende körperliche Dysproportion hervor.

Hinzu kommt der Berührungsschmerz besonders an den Oberschenkeln, die Neigung zu blauen Flecken, ein sekundäres Lymphödem durch mechanische Störung des Lymphabflusses im fortgeschrittenen Stadium, nicht selten offene Hautfalten und psychische Störungen. Letztere, da sich die Patienten schämen, als fettsüchtig bezeichnet werden und ausgegrenzt werden.

Im Verlauf kommen allgemeine Bewegungseinschränkungen durch Schmerzen in den Hüft- und Kniegelenken hinzu, die durch eine extreme Fehlbelastung bei körperlicher Dysproportion hervorgerufen werden.

Konservative Behandlungsansätze heilen das Lipödem nicht.

Um eine Reduktion des betroffenen fehlverteilten Fettgewebes zu erreichen, ist die Operation – das heisst eine Fettabsaugung (Liposuction) – die einzige zielführende Behandlung.

Mit der Wasserstrahlassistierten Liposuction (WAL) steht ein äusserst schonendes Verfahren zur Verfügung, welches auch für eine möglichst intensive Kontraktion der Haut nach der Fettentfernung bekannt ist. Anschliessende Reduktionsplastiken lassen sich somit häufig umgehen.

In enger Zusammenarbeit mit der LipödemClinic Dr. med. Z. Taufig in Köln werden die Patienten diskutiert, um ein individuelles und optimales Operationsvorgehen zu planen.

Fettabsaugung (Liposuction) mittels WAL

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Die Wasserstrahl-Assistierte-Liposuktion ist auf Grund ihres Wirkungsprinzips die schonendste Methode, das Lipödem operativ zu entfernen. An der Spitze der Absaugkanüle befindet sich eine Düse, über welche ein gepulster Wasserstrahl in das Gewebe geleitet wird. Dieser löst sanft das Fettgebewebe aus dem Bindegewebe heraus, ohne die umliegenden Strukturen wie Gefäße, Lymphbahnen und Nerven zu verletzen. Neben der Schonung des Gewebes bietet die Wasserstrahl-Assistierte-Liposuktion die Möglichkeit zu jeder Zeit die Kontrolle über die Kontur zu behalten und damit das Risiko für Konturunregelmäßigkeiten deutlich zu verringern. In einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen, ist die Wasserstrahl-Assistierte-Liposuktion (WAL) eine äußerst schonende Technik, die das umgebene Gewebe nicht beschädigt.

Die WAL wird in örtlicher Betäubung, bevorzugt jedoch in Narkose durchgeführt. Die Patienten erhalten anschliessend die bereits vor der Operation angepasste Kompression für ca. 6 Wochen. Arbeitsunfähigkeit besteht bei normalem Verlauf maximal eine Woche. Die Kosten für die Liposuction werden leider nur extrem selten von den Krankenversicherungen übernommen.

Ein Antrag auf Kostengutsprache bei den jeweiligen Krankenversicherungen ist im Rahmen der Operationsvorbereitung jederzeit möglich.



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Die Erfindung und Entwicklung der WAL - Dr. Z. Taufig

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Doktorarbeit Dr. med. Z. Taufig:

Entwicklung einer neuen Methode zur kontrollierten Fettabsaugung
Gerichtsurteil über die WAL-Erfindung

Dr.Taufig erfand diese völlig revolutionäre Methode 1999 und meldete das Patent beim Deutschen Patentamt an. Über die Humanmed-Gmbh erfolgte die technische Realisierung der Erfindung. Die WAL stellte eine echte methodische Neuentwicklung dar und führte zu einem Paradigmenwechsel in der Liposuktionsbehandlung. Seit dieser Zeit führte Dr.Taufig die WAL bei der Behandlung des Lipödems erfolgreich ein.

Seit dem Jahre 2000 besuchten hunderte deutsche und ausländischen Kollegen die Workshops von Dr.Taufig in seiner Praxisklinik in Köln, um die seine Methode kennen zulernen und / oder die Methode zu erlernen. In den Folgejahren erfolgten zahlreiche Vorträge im In – und Ausland wo Dr. Taufig die Ergebnisse seiner Methode zur Fettabsaugung vorstellte und Live-Operationen durchführte.

Zahlreiche Ärzte wie z.B. 2004 Meyer aus Hamburg, führten die Taufig-Methode ein. Mittlerweile wird weltweit, die anfänglich von Dr.Taufig postulierten Vorteile seiner Methode von allen WAL-Anwendern bestätigt.

- Die wasserstrahl-assistierte Liposuktion nach Taufig ist eine sichere Methode zur Fettabsaugung
- Die Operation ist für den Patienten nahezu schmerzfrei
- das Risiko von Blutergüssen ist minimal
- die Erholungszeit ist im Vergleich zu anderen Methoden stark verkürzt
- die Beurteilbarkeit der Form ist eine der größten Vorteile, da das Gewebe nicht massiv aufgeschwemmt wird
- nach der Operation läuft minimal Flüssigkeit aus den Schnitten
- nur mit dieser Methode kann in hohen Mengen Fett in so hoher Qualität zur Eigenfett-Transfer gewonnen werden
- die Methode ist nachgewiesener maßen schonend zum umgebenden Strukturen wie Gefäße, Nerven und Lymphgefäße und sehr geeignet zur Behandlung wie z.B. des Lipödems

Insgesamt bedeutet diese Methode für den Operateur und den Patienten mehr Sicherheit. Sowohl in Bezug auf das geplante Ergebnis, als auch auf die Neben- und Nachwirkungen des Eingriffes. Mit der WAL-Taufig-Methode ist eine neue Dimension der Fettabsaugung und Modellierung erreicht. Die zunehmende Hinwendung von erfahrenen Operateuren zu dieser Methode bestätigt die Vorzüge der WAL.

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Aktuelle Leitlininen Lipödem

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Lymphödem

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Ursachen und Symptome

Neben den Venen und Arterien sind die Lymphgefässe die sogenannten dritten Gefässe des Körpers. Sie verlaufen in unmittelbarer Umgebung zu den Arterien und Venen. Die Lymphknoten sind die Filterstationen und kommen nahezu in jeder Körperregion vor. Die transportierte Lymphe oder Lymphflüssigkeit besteht u.a. aus Fetten, Eiweissen, aufgenommenen Schadstoffen, Abfallstoffen, Zellbestandteilen aber auch Bakterien.
Die Lymphgefässe beginnen blind und münden über den Hautlymphgang im Brustkorb im Venenwinkel, der aus Drosselvene und Schlüsselbeinvene rechts und links besteht.
Lymphödeme sind somit Schwellungen, die aufgrund der Störung des Lymphabflusses entstehen. Man unterscheidet primäre und sekundäre Lymphödeme.
Primär:
aufgrund direkter anatomische oder pathologischer Veränderungen des Lymphgefässsystems
Sekundär:
in Folge von Operationen mit Verletzung der Lymphbahnen, Entfernung von Lymphknoten oder Zerstörung. Beispielsweise durch Bestrahlung.
Lymphödeme sind meist einseitig bzw. asymmetrisch. Symptome sind Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen, Hautveränderungen, Rötungen. Das Erysipel („Rotlauf“) ist eine gefürchtete bakterielle Infektion meist auf dem Boden eines unbehandelten Lymphödems.


Diagnostik
Diagnostik

Bei sekundären Lymphödem ist in den meisten Fällen eine klinische Untersuchung und die Kenntnis der erfolgten Operation ausreichend, um die entsprechende Behandlung einleiten zu können. Gegebenenfalls ist der Ausschluss einer tiefen Venenthrombose erforderlich mittels Ultraschalluntersuchung.
Beim primären Lymphödem ist die Lymphszintigrafie eine sehr aufschlussreiche Untersuchungsmethode, um die Ursache und den Ort der Abflussbehinderung genau feststellen zu können.


Behandlung

Der Goldstandard ist die komplexe physikalische Entstauung bestehend aus manueller zentraler Lymphdrainage (vergleichbar mit einer sanften Massage), Hautpflege, Bewegungstherapie und Kompression (anfangs mit Bandage, später mit speziellen Kompressionsstrümpfen).
Diese Behandlung erfordert unbedingt die Mitarbeit, Toleranz und Akzeptanz des Patienten. Neben dem Zeitfaktor für diese Behandlung ist auch das tragen der Bandage in den ersten Wochen mit Einschränkungen verbunden. Dazu gehören Bewegungseinschränkungen, die Kleidung sollte angepasst werden, besonders enge Kleidung ist nicht zu empfehlen und ausserdem ist die aus 3 Schichten bestehende Bandage oft warm. Trotz dieser Negativaspekte ist diese Behandlung, sofern sie durch einen erfahrenen Lymphtherapeuten erfolgt, durch nichts zu ersetzen.
Es ist eine Behandlung, die den Patienten vor Komplikationen weitestgehend schützt. Ist eine gute Entstauung erzielt worden, kann die Bandage durch spezielle Kompressionsstrümpfe und Hosen ersetzt werden. Beim Lymphödem ist die sogenannte Flachstrickbestrumpfung erforderlich. Handelsübliche Kompressionsstrümpfe in Rundstrickqualität können das Lymphödem verstärken.
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Wissenswertes & häufige Fragen (FAQ)

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